Am Sonntag habe ich meine gesammelten Parents-Unterlagen durchgesehen und aussortiert, denn schon vor einigen Wochen habe ich meinen Ausstieg aus der Berliner Gruppe öffentlich gemacht. 

Hochinteressant, was es da alles an Aufzeichnungen auf Papier gab:

  • eine Anleitung von wechange (nehme ich zu meinem neuen Arbeitgeber aus dem Klimabereich mit),
  • eine Anleitung, wie bei Together for Future die Abrechnung vom Summit laufen sollte (auch beruflich interessant),
  • eine Aufzeichnung, wie ich seinerzeit das Ticketportal simplybook konfiguriert habe,
  • ein Stapel mit zuletzt noch angeschobenen Projekten,
  • unsere Pläne für Versteigerungen (, damit die Parents mal etwas Geld haben, um ihre Kampagnen professioneller zu gestalten),
  • der große Anlauf für eine Zusammenarbeit mit dem Haus der Statistik,
  • die Planung für die Zeit nach dem Lockdown (Mini Demos, gemeinsame Mahlzeiten).

Warum habe ich überhaupt aufgehört, mich bei den Parents in Berlin zu engagieren? Ich konnte nicht mehr spüren, dass die Mitstreiter*innen mit all ihrer Kraft dabei waren. Von einigen wusste ich, dass sie bei anderen Klimagruppen aktiv sind. Für mich entstand dadurch zu wenig Bezug aufeinander, zu wenige Möglichkeiten, auch längerfristige Projekte mit der Gruppe zu verfolgen und umzusetzen. So gab es dann auch immer weniger gemeinsame Aktionen und Ideen, an denen kleine Arbeitsgruppen gearbeitet haben. Bei immer mehr Unverbindlichkeit bleiben auch demokratische Abstimmungsprozesse auf der Strecke. 

Und wo bleibe ich jetzt ab mit meinem Brennen für Klimagerechtigkeit? Nach einem kurzen Ausflug zur Partei radikal:klima, wo ich mich aber nicht richtig am Platz fühlte, bin ich jetzt beruflich bei einem Powerplayer der Klimabewegung gelandet. Ich bin gespannt darauf, inwieweit sich berufliches Handeln und Herzblut-Engagement miteinander vereinbaren lassen.

Was mir immer in Erinnerung bleiben wird, ist die tolle Aufnahme durch die Parents im vergangenen Jahr! Ich konnte mich sehr schnell einbringen und mitmachen. Die Mitstreiter*innen von damals sind überwiegend auch heute noch aktiv in der Klimabewegung. Ich wünsche ihnen weiterhin viel Power und ein gutes Gelingen dieser großen, großen Aufgabe!

Ein Beitrag von Wolfgang