Als gar nichts mehr möglich war – mitten im Lockdown – träumten wir alle schon von den nächsten großen Demos. Aber dass diese so schnell nicht stattfinden würden, ist uns sehr schnell klar geworden. Wenig später – erste Lockerungen kündigten sich an – ersannen wir das Format „Mini-Demo“. 

Ganz ehrlich – ein wenig haben wir uns das abgeguckt bei Andreas, der zusammen mit vielen Mitstreitern im vergangenen Jahr mit seinem Schilderbaum 72 Stunden vor dem Verkehrsministerium gestanden hat und bei Mia, die mitten im Winter wochenlang allein vor dem Kanzleramt demonstriert hat. Alleine wollten wir nicht, sondern zu zweit, vor allem auch, um ein außergewöhnlich aufwendig gestaltetes Banner von Jörg hoch halten zu können. 

Dreimal standen wir dann eine Stunde vor dem Verkehrsministerium und vor Vattenfall. Natürlich war das nicht der ultimative mediale Renner, aber diese vereinzelten Gespräche, die Präsenz – und überhaupt die ganze Energie, die wir da jeweils reingesteckt haben – lassen mich vollkommen überzeugt zurück: Dieses Format hat etwas ganz Besonderes.

Ein Beitrag von Wolfgang