Der Bayernplan für eine sozial-ökologische Transformation

Vier Initiator*innen – der BUND-Bayern, FridaysForFuture Nürnberg, die Jesuitenmission sowie das Landeskomitee der Katholiken in Bayern – haben sich zusammengetan und die Aktion „Bayernplan zur sozialen und ökologischen Transformation“ gestartet.

Am 25. Juni 2020 um 14:30 Uhr wird eine Petition an die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, überreicht. Auch wir von Christians for Future mit den bayerischen Ortsgruppen München und Regensburg gehören zu den Erstunterzeichnenden und wollen die Petition unterstützen:

Am 30.06.2020 um 20 Uhr veranstalten wir ein Webinar auf Zoom zur Vorstellung des Bayernplans. Schaut vorbei!

Eingeladen ist Erstunterzeichner Prof. Dr. Markus Vogt, der an der LMU München den Lehrstuhl Christliche Sozialethik inne hat.

Der Bayernplan fordert eine soziale und ökologische Transformation im Freistaat Bayern. Dafür setzt er auf Partizipation: Über Dialog und parlamentarische Anhörung soll ein entsprechendes Konzept entwickelt und in die entsprechenden Gremien nicht nur in Bayern, sondern auch in ganz Deutschland und Europa gebracht werden. Dabei ergeht diese Forderung an den Bayerischen Landtag und die Bayerische Staatsregierung mit einem Gesprächsangebot. Organisationen und Initiativen erklären sich als Ansprechpartner*innen bereit, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Auf der Website wirtransformierenbayern.de findet ihr den Weg zur Petition sowie Informationen über die Inhalte, die Erstunterzeichnenden und die Möglichkeiten, sich anzuschließen. Auch auf der Facebook-Fanpage <@wirtransformierenbayern> bleibt ihr auf dem Laufenden.

APPELL AN DIE AM KLIMAGIPFEL TEILNEHMENDEN ELTERN

Parents for Future Global an die Teilnehmer der UN Klimakonferenz COP25 im Dezember 2019

Wir lieben unsere Kinder über alles. Trotzdem müssen wir mit ansehen, wie ihnen eine kaputte Welt am Rande des Klimachaos und des ökologischen Zusammenbruchs überlassen wird. Als Eltern ist das für uns unerträglich.

Klimabedingte Katastrophen häufen sich und Kinder werden ihrer Gesundheit, ihres Lebens und ihrer Zukunft durch das Klimachaos beraubt. Von tropischen Wirbelstürmen in Afrika und Asien, Überschwemmungen und Schlammlawinen in Teilen Europas und Brasiliens bis zu den von der Dürre angefachten Feuersbrünsten in Kalifornien und Australien, sind Familien und Gemeinschaften überall auf der Welt betroffen. Die Eisdecke in Grönland schmilzt in einem nie zuvor da gewesenen Tempo und der Klimanotstand wird immer mehr zur neuen Normalität.

Wir richten diesen Appell als Eltern an die Delegierten des Klimagipfels der Vereinten Nationen COP25 in Madrid, die in unserem Namen und dem unserer Kinder dort verhandeln.

Der UN-Klimagipfel ist eine entscheidende Gelegenheit, um zusammen ambitionierte Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise zu fordern, mit dem Ziel, die Erderwärmung unter 1,5 Grad Celsius zu halten. Mit jeder vergehenden Minute politischer Untätigkeit verschlimmert sich die Krise und bedroht Leben, Gesundheit und die Zukunft von immer mehr Kindern. Wir befinden uns an einem Scheideweg, an dem jede Tonne ausgestoßenen CO2s uns gefährlichen Kipppunkten näher bringt, deren Auswirkungen die menschliche Zivilisation, so wie wir sie kennen, für immer verändern würden. 

Mächtige Großkonzerne wie zum Beispiel der Kohle-, Öl- und Gasindustrie, die ihre Geschäftsmodelle erhalten wollen, nutzen ihre Macht und ihren Einfluss, um die nötigen politischen Schritte zu blockieren. Die aktuellen Verpflichtungserklärungen der Regierungen führen uns direkt zu einem katastrophalen Anstieg der globalen Temperatur von 3-4 Grad Celsius.

Wir können nicht akzeptieren, dass dies die Welt sein soll, die wir unseren Kindern hinterlassen werden.

Der Wunsch in der Bevölkerung nach konkreten Maßnahmen war nie höher und der wissenschaftliche Konsens nie eindeutiger über das, was auf dem Spiel steht, wenn wir nicht die bereits existierenden Lösungen umsetzen, uns von fossilen Brennstoffen lossagen und unsere Gesellschaft transformieren. Mit den Schulstreiks haben Millionen von Kindern ihre Entschlossenheit gezeigt, die drohende Katastrophe zu verhindern. Und nun stehen auch wir Eltern auf, um alle Kinder zu schützen und entschlossenes Handeln für das Klima einzufordern. Für die Zukunft unserer Kinder sind wir bereit alles zu tun. Die Klimakrise zu bekämpfen ist nicht die Aufgabe unserer Kinder – es liegt in unserer Verantwortung als Erwachsene und Eltern zu handeln und für unsere Kinder die Zukunft sicherzustellen, die sie verdienen.

Wir befinden uns an einem Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit und Sie, die Delegierten dieses einflussreichen UN-Klimagipfels, haben die Chance, die nächsten Schritte zu bestimmen. Wir fordern eine sichere Zukunft für unsere Kinder – für alle Kinder – und für zukünftige Generationen. Dafür brauchen wir jetzt in Madrid entschlossenes Handeln.

Wir erwarten von den Delegierten dieses Gipfels mutiges Voranschreiten und gemeinsames Handeln anstatt zögerliches Warten auf die Taten einzelner Regierungen. Wenn wir alle zusammen diesen großen Schritt wagen – hin zu einem neuen Weg – so wird es für uns alle sicherer sein. Dies ist ein Moment großer Hoffnung, der nicht verpasst werden darf.

Viele der Delegierten der COP25 sind selber Eltern und an sie appellieren wir ganz besonders. In ihrer Doppelrolle als Delegierte und Eltern sind sie aufgrund ihrer beruflichen Position und ihrer Fähigkeiten dazu in der Lage, echte Helden für alle Kinder dieser Welt zu sein.

Unser Appell an die Delegierten ist deshalb: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit bevor sie Entscheidungen treffen, schließen Sie kurz die Augen und stellen Sie sich die Gesichter ihrer Kinder vor. Denken Sie nun an die Zukunft, die Sie für ihre Kinder, ihre Enkel und Urenkel wollen. Werden Sie tun was nötig ist, damit diese Zukunft Realität wird? 

Für unsere Kinder und all jene, die diese Erde von uns erben werden. 

Wir wissen, dass Sie es können und wir vertrauen darauf, dass Sie es tun werden.