Welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen, um klimaneutral zu werden? Wie kann Berlin seiner Rolle als Hauptstadt einer Industrienation gerecht werden?
FridaysForFuture Berlin hat gemeinsam mit Wissenschaftler*innen Forderungen ausgearbeitet, wie Berlin bis 2030 klimaneutral werden kann. Berlin muss als Vorbild für andere Metropolen und strukturschwächere Gebiete zeigen, wie echter Klimaschutz aussieht.
Die Forderungen im Überblick:
20% Klimagerechtigkeitsbezug im Unterricht ab dem Schuljahr 2021/22
100 % erneuerbare Strom- und Wärmeversorgung bis 2030
Autofreier S-Bahnring bis 2025 – Autofreies Berlin bis 2030
Klimaangepasstes Berlin bis 2030
Klimaschutz in allen Verwaltungsstrukturen
Kreislaufwirtschaft für einen nachhaltigen Ressourcenumgang
Am 1.2.2021 auf dem Alexanderplatz Berlin protestieren wir mit einem riesigen Straßenbild für die Verkehrswende und gegen den weiteren Autobahn-Ausbau.
Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten. Der Verkehrssektor in Deutschland ist für knapp 20% der Treibhausgase verantwortlich. Das Versiegeln von Böden, Abreißen von Kleingärten, Abholzen von Wäldern und zerstören von wertvollen Wasser- und Naturschutzgebieten für den Bau von Autobahnen widerspricht den Zielen des Pariser Klimaabkommens und heizt die Klimakrise weiter an.
Wir setzten uns ein für einen klimafreundlichen und sicheren Transport. Statt Straßen und Autobahnbau fordern wir den Ausbau des ÖPNV und des Schienennetzes, sichere Fahrradwege, Tempolimit und autofreie (Innen)städte. Nachhaltige Mobilität macht gesund und glücklich! Als Teil der bundesweiten Aktion ‚7×7 = keine A49‘ der Parents for Future Deutschland solidarisieren wir uns mit den Protesten gegen den Ausbau der A49 und die weitere Zerstörung des Dannenröder Forstes.
Warum?
Mit dem geplanten Autobahnausbau wird die Trinkwasserversorgung von mehreren Hunderttausend Menschen der Rhein-Main-Region gefährdet. Solange die Böden nicht versiegelt sind ist der Wald und das Wasserschutzgebiet noch zu retten.
Die „zwingenden Gründe des öffentlichen Interesses“, die notwendig sind, um das Naturschutzgebiet zu zerstören, sind nicht vorhanden.
Die Rechtslage ist kritisch. So wurde u.a. gerichtlich bestätigt, dass vorliegende Gutachten zum Wasserschutz fehlerhaft sind. Bundestagsmitglieder durften gegen geltendes Recht die Finanzierung nicht einsehen.
Jeden ersten Montag im Monat um 18:00 findet an dieser Stelle der ‚Klimamontag‘ von Berlin4Future statt. Corona bedingt fällt der Klimamontag im Februar aus. Die nächste Demonstration findet voraussichtlich am 01.03.2021 statt.